Eine Website ist kein Denkmal. Sie ist ein Mitarbeiter. Und wie bei jedem Mitarbeiter lohnt sich ab und zu die Frage: Arbeitet sie noch für mich oder nur noch neben mir her? Hier sind fünf Anzeichen, die du selbst prüfen kannst, ohne einen Techniker zu fragen.
1. Sie taugt auf dem Handy nur zum Durchscrollen
Nur zum Durchscrollen reicht nicht mehr. Über 60 Prozent deiner Besucher kommen vom Smartphone, bei lokalen Suchen („Friseur in der Nähe“) noch deutlich mehr. Nimm dein Handy und versuche, auf deiner eigenen Seite einen Termin anzufragen. Musst du zoomen? Danebentippen? Suchen? Dann erlebt jeder zweite Besucher deine Seite als anstrengend.
2. Der Copyright-Hinweis im Footer ist zwei Jahre alt
Klingt banal, ist aber ein ehrliches Signal, nach innen wie nach außen. Wenn unten „© 2023“ steht, sagt das jedem Besucher: Hier kümmert sich niemand. Und meistens stimmt das dann auch für die Inhalte darüber: alte Öffnungszeiten, ausgeschiedene Teammitglieder, Angebote, die es nicht mehr gibt.
3. Du tauchst bei Google auf Seite 2 auf (oder gar nicht)
Google deine wichtigste Leistung plus deinen Ort, nicht deinen Firmennamen (den findet Google immer), sondern das, was Neukunden eingeben würden. Wenn deine Konkurrenz vor dir steht, hat das Gründe, und die sind fast immer technisch: langsame Ladezeit, fehlende Meta-Daten, keine saubere Struktur. Alles reparierbar, aber nicht durch Abwarten.
4. Änderungen gehen nur über „den einen Bekannten“
Wenn jede Textänderung eine E-Mail an jemanden erfordert, der „das damals gebaut hat“ und jetzt wenig Zeit hat, ist deine Website faktisch eingefroren. Moderne Setups trennen sauber: Du meldest Änderungen an einen festen Ansprechpartner mit zugesagter Reaktionszeit oder pflegst einfache Dinge selbst. Beides ist besser als Warten auf den Bekannten.
5. Sie fühlt sich an wie 2016
Das ist subjektiv, aber deine Kunden urteilen in Sekunden. Und darauf kommt es an. Kleine Schriften, Schlagschatten-Buttons, Bildkarussells, Design das überall gleich aussieht: All das sendet unbewusst „hier ist die Zeit stehengeblieben“. Der Vergleichsmaßstab deiner Besucher ist nicht deine Branche. Es sind die besten Websites, die sie täglich nutzen.
Was jetzt?
Wenn du bei zwei oder mehr Punkten genickt hast, brauchst du kein schlechtes Gewissen, sondern einen Plan. Wichtig ist nur eins: Ein Update muss heute kein Agentur-Großprojekt mehr sein. Ein kompletter Neuaufbau ist heute in Tagen machbar, und der Preis steht vorher schriftlich fest. Die teuerste Option ist meistens, es noch ein Jahr aufzuschieben.
Wenn du unsicher bist, ob ein Update oder ein kompletter Neuaufbau sinnvoller ist, bekommst du im unverbindlichen Erstgespräch eine ehrliche Einschätzung.